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Holz · 1 Min. Lesezeit

Kiefer, Fichte, Lärche: Nadelholz schleifen

Weiches Frühholz, harte Jahresringe, Harz: warum Nadelholz wellig wird, womit man plan bleibt und warum P180 vor Lasur und Öl reicht.

Stand:

Kurzantwort: die Körnungsfolge

Exzenterschleifer mit Absaugung nimmt die verwitterte Oberfläche einer Eichenplatte ab

Weich und hart im selben Brett

Bei Nadelholz wechseln weiche helle Zonen (Frühholz) und harte dunkle Jahresringe. Das weiche Holz trägt sich schneller ab – mit weichem Pad und viel Druck entsteht eine wellige Fläche, die harten Ringe bleiben stehen. Deshalb mit hartem Teller oder auf dem Handblock schleifen, mit wenig Druck und ohne lange auf einer Stelle zu bleiben.

Äste sind deutlich härter als das Holz drumherum. Nicht auf ihnen herumschleifen, bis sie flach sind – dabei entsteht rundherum eine Mulde.

Harz setzt zu

Kiefer und Lärche enthalten viel Harz, das beim Schleifen warm wird und das Schleifmittel verklebt. Netzschleifmittel oder offen gestreutes Papier setzt sich langsamer zu. Harzgallen und austretendes Harz vorher mit Harzentferner oder Verdünnung auswaschen und trocknen lassen.

Nicht zu fein

Sägeraue Bretter mit P80, dann P120; vor Lasur und Öl reicht P180. Feiner geschliffenes Nadelholz nimmt weniger auf, und die Lasur wird fleckig zwischen weichem und hartem Holz. Unter deckendem Lack darf es P240 sein.

Häufige Fragen

Warum wird Kiefer nach dem Lasieren fleckig?

Das weiche Frühholz saugt mehr Lasur als die harten Jahresringe. Eine Grundierung oder ein Vorlack gleicht das aus; zu fein zu schleifen macht es eher schlimmer.

Die ganze Folge auf einmal

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