
Natürlich starke Ergebnisse.
Holz
Grob-, Zwischen- und Feinschliff für Massivholz, Möbel, Türen und Böden – und das Entfernen alter Lacke und Lasuren. Für Tischler, Schreiner und Heimwerker.
5 ArbeitsschritteKörnung P80 bis P320Bei Altlack ab P40Holz Starter Set 49,90 €
Der Film
Schleifen für Holz
Von roh bis perfekt: P80, P120, P180, P240 – immer in Faserrichtung, keine Körnung überspringen.
So gehst du vor
3 Stufen von grob nach fein – und wo du je nach Ausgangszustand einsteigst.
Von roh bis fertig

Stufe 1: Grobschliff
P80 – P120

Stufe 2: Zwischenschliff
P120 – P180

Stufe 3: Feinschliff
P180 – P240
Wo fange ich an?
Die Startkörnung hängt vom Zustand der Fläche ab – nicht jeder fängt bei Schritt 1 an.
| Ausgangszustand | Startkörnung | Einstieg |
|---|---|---|
| Alter Lack, Lasur oder FarbeDünner Lack: P60 reicht. | P40 | ab Schritt 1 ↓ |
| Gesägtes Holz mit Sägespuren | P80 | ab Schritt 2 ↓ |
| Vergrautes Holz im FreienBis aufs frische, helle Holz. | P80 | ab Schritt 2 ↓ |
| Gehobeltes Holz, neue Platte | P120 | ab Schritt 3 ↓ |
| Intakter Lack, nur neu lackierenNur anschleifen, bis alles matt ist. | P180 | ab Schritt 4 ↓ |
| FurnierNie gröber – die Deckschicht ist oft dünner als 1 mm. | P180 | ab Schritt 4 ↓ |
Arbeitsschritte
5 Schritte in Arbeitsreihenfolge – von grob nach fein. Je Schritt die Körnungen und das passende Produkt.
- 1
Lack entfernenNur bei Altlack
Alte Lacke, Lasuren und Farbe abtragen – bis überall wieder rohes Holz zu sehen ist.
Weiter, wenn: Keine glänzenden oder farbigen Inseln mehr, auch nicht in den Poren.
Tipp: Erst grob auf blankes Material, dann eine Stufe feiner über die ganze Fläche – sonst zeichnen sich die P40-Riefen unter Grundierung, Lack oder Öl ab. Im System: Altlack & Rost abtragen →
- 2
Grobschliff
Unebenheiten und Sägespuren beseitigen.
Weiter, wenn: Keine Sägespuren, Dellen oder Flecken mehr – die Fläche ist eben und gleichmäßig matt.
Tipp: Immer mit der Faser schleifen und die Fläche zwischen den Körnungen abstauben – ein abgebrochenes grobes Korn zieht sonst Kratzer durch den feinen Schliff. Im System: Holz vor- und zwischenschleifen →
- 3
Zwischenschliff
Schleifspuren des Grobschliffs entfernen, Oberfläche glätten.
Weiter, wenn: Im Streiflicht keine Kratzer der vorigen Körnung mehr – ein Bleistiftgitter vorher zeigt, wo schon geschliffen ist.
- 4
Feinschliff
Fertig für Öl, Wachs oder Lack – feiner als P240 schließt die Poren.
Weiter, wenn: Mit der flachen Hand glatt, feucht abgewischt keine Riefen sichtbar. Staub gründlich entfernen.
Tipp: Vor dem letzten Schliff mit einem feuchten Tuch wässern und trocknen lassen: Aufgestellte Fasern schleifst du dann einmal weg statt nach dem ersten Anstrich. Im System: Holz feinschleifen →
- 5
Zwischen den Lackschichten
Nach dem Trocknen leicht von Hand anschleifen, damit die nächste Schicht haftet – mit Block und Streifen schleift man nicht so schnell durch wie mit der Maschine.
Weiter, wenn: Die Schicht ist überall gleichmäßig matt, ohne durchzuschleifen – dann entstauben und die nächste Schicht auftragen.
Gestrichelte Körnungen gehören zum Arbeitsschritt, sind für Holz aber noch nicht im Sortiment – der Link erklärt, was die Körnung kann.
Die ganze Folge auf einmal
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Worauf es bei Holz ankommt
Was über die Körnung hinaus zählt – Technik, typische Fehler und die Ratgeber dazu.
Tipps aus der Werkstatt
01
Flächen mit dem Exzenter
Tischplatten, Türen und Treppenstufen mit dem Exzenterschleifer: 5 mm Hub für den Abtrag, bei feinen Körnungen mit wenig Druck. Die Maschine arbeiten lassen – Druck erzeugt Hitze und Kringel. Ganze Dielenböden gehen mit der Parkettschleifmaschine schneller, der Exzenter macht die Ränder.
02
Kanten und Profile von Hand
In Ecken, an Profilen und Kanten kommt keine runde Scheibe hin: Schleifstreifen auf den Handblock, Rolle um ein Profilholz. Immer in Faserrichtung schleifen.
03
Keine Körnung überspringen
Die nächste Körnung ist höchstens doppelt so fein: P80 → P120 → P180 → P240. Wer von P80 direkt auf P240 springt, sieht die groben Riefen spätestens unter Öl oder Lack.
04
Staub absaugen
Mit Absaugung schleift das Korn länger, und du siehst die Fläche. Staub von Eiche und Buche gilt als krebserzeugend – Absaugung und eine FFP2-Maske gehören dazu.
Was schiefgehen kann
Alle Fehlerbilder ansehen →Durchgeschliffen – Grundierung, Holz oder Spanplatte liegt frei
An Kanten und Rundungen ändert sich plötzlich die Farbe, bei Furnier schimmert eine andere Holzstruktur oder Leim durch.
Meist: Die Maschine wurde gekippt oder mit laufendem Teller auf- oder abgesetzt – dann trägt der Tellerrand punktuell ab.
Die Scheibe schleift nicht mehr, sie schmiert
Gleicher Druck, gleiche Drehzahl – und trotzdem geht nichts mehr voran; die Fläche wird warm, auf der Scheibe sitzen glänzende Stellen oder Klumpen.
Meist: Ohne Absaugung gearbeitet: Der Staub setzt die Körner zu, bevor sie stumpf sind.
Die Fläche wird wellig, Kanten werden rund
Unter Streiflicht oder mit einem langen Lineal zeigen sich flache Mulden; Kanten, die scharf sein sollten, sind weich geworden.
Meist: Der Teller wurde gekippt oder mit laufender Maschine aufgesetzt.
Holz fühlt sich nach dem ersten Anstrich rau an
Die Fläche war glatt geschliffen und ist nach der ersten Schicht wieder rau.
Meist: Wasserbasierter Lack oder Beize richtet die Holzfasern auf.
Der neue Lack haftet nicht oder perlt ab
Der frische Anstrich zieht sich zusammen, perlt an Stellen ab oder lässt sich später mit dem Fingernagel abheben.
Meist: Glänzende Stellen stehen geblieben – was noch glänzt, ist nicht angeschliffen und gibt dem Lack keinen Halt.
Ratgeber dazu · 10 Artikel
Häufige Fragen zu Holz
Mit welcher Körnung fange ich bei Holz an?
Bei rohem, gehobeltem Holz mit P80 oder P120, bei alten Lacken und Lasuren mit P40 bis P60. Fang nur so grob an wie nötig – jede grobe Körnung musst du mit den folgenden wieder herausschleifen.
Wie fein schleife ich vor Öl, Wachs oder Lack?
Vor Öl und Wachs genügt P180 bis P240 – feiner schließt die Poren, und das Holz nimmt weniger Öl auf. Vor Lack P240; zwischen den Lackschichten leicht mit P240 bis P320 anschleifen.
Längs oder quer zur Faser schleifen?
Von Hand immer in Faserrichtung, sonst bleiben quer liegende Kratzer sichtbar. Mit dem Exzenterschleifer spielt die Richtung kaum eine Rolle, weil er in kleinen Kreisen schleift.
Exzenter- oder Schwingschleifer für Holz?
Für große Flächen der Exzenterschleifer: Er trägt schneller ab, und weil sich die Scheibe zusätzlich dreht, bleibt kein sichtbares Schleifmuster. Der Schwingschleifer mit eckigem Schuh kommt in Ecken und an Kanten, die Scheibe nicht erreicht – viele haben beide.
Weichholz oder Hartholz – schleife ich anders?
Weichholz wie Kiefer und Fichte ist schnell geschliffen, dafür drücken sich weiche Jahresringe leicht aus: wenig Druck, nicht mit zu grober Körnung beginnen, oft reicht P120. Hartholz wie Eiche und Buche braucht mehr Zeit je Körnung, verzeiht aber mehr.
Wie viele Schleifscheiben brauche ich für einen Tisch?
Für eine Tischplatte von etwa zwei Quadratmetern rechne mit zwei bis vier Scheiben Ø 150 mm je Körnung – bei altem Lack in der groben Körnung eher mehr, weil er die Scheibe zusetzt. Eine 10er-Packung je Körnung reicht für Tisch, Tür oder Kommode mit Reserve.
Kann ich Holz nass schleifen?
Mit Wasser besser nicht: Es richtet die Fasern auf und quillt das Holz. Die Ausnahme ist Öl – den letzten Ölauftrag kann man mit P320 bis P400 oder Schleifvlies nass einschleifen. Der Schleifstaub mischt sich mit dem Öl und füllt die Poren, die Fläche wird besonders glatt.
Warum wird Holz nach dem ersten Anstrich wieder rau?
Wasser im Lack oder in der Beize richtet die Holzfasern auf. Abhilfe: die fertig geschliffene Fläche vorher wässern, trocknen lassen und noch einmal mit P180 bis P240 überschleifen. Zwischen den Lackschichten reicht dann ein leichter Zwischenschliff mit P240 bis P320.
Weitere Anwendungen
Andere Oberfläche, anderer Ablauf – jede Anwendung mit eigenen Arbeitsschritten und Körnungen.
Auto & LackPerfekte Oberflächen – von der Reparatur bis zum FinishP80 – P3000
MetallRost entfernen, Oberflächen veredeln, dauerhaft schützenP40 – P400
KunststoffSicher schleifen – für optimale Haftung und perfekte ErgebnisseP180 – P1000
SpachtelSchnell egalisieren – sauber ausformen – perfekt vorbereitenP80 – P240
GrundierungFür eine gleichmäßige, hochwertige LackoberflächeP320 – P600
Noch unsicher?
Der Schleifmittel-Finder fragt nach Maschine und Ziel – das Material steht schon fest – und nennt dir Produkt und Körnung.
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