Holz · 1 Min. Lesezeit
Lackierte Möbel anschleifen und neu streichen
Für neuen Lack auf altem Lack reicht meist Anschleifen mit P180 bis P240. Wann man doch bis aufs Holz muss, und wie man Profile und Kanten erreicht.
Stand:

Anschleifen statt abschleifen
Ist der alte Lack fest und nur stumpf oder zerkratzt, muss er nicht runter. Mit P180 bis P240 gleichmäßig mattieren, bis keine glänzende Stelle mehr bleibt – das gibt dem neuen Lack Halt. Macken vorher mit P120 glätten.
Blättert der Lack ab oder ist er klebrig, muss er runter: dann wie bei einer alten Holztür bis aufs Holz.
Profile, Griffe, Kanten
Fräsungen, Kassetten und gedrechselte Teile mit Schleifvlies oder einem Schleifschwamm anschleifen – er folgt der Form, ohne Kanten durchzuschleifen. Flächen mit dem Block oder dem Exzenter.
Vor dem Streichen
Schleifstaub gründlich absaugen und mit einem leicht feuchten Tuch abwischen. Bei stark glänzenden oder unbekannten Lacken einen Haftgrund verwenden. Zwischen zwei Anstrichen mit P240 bis P320 leicht anschleifen.
Erst reinigen, dann schleifen
Alte Möbel tragen oft Möbelpolitur, Wachs oder Silikon. Wer darüber schleift, verteilt das in die Riefen, und der neue Anstrich perlt ab oder bekommt Krater. Deshalb vorher mit Anlauger oder einem fettlösenden Reiniger abwaschen und trocknen lassen.
Sehr alte Anstriche können Blei enthalten. Bei Möbeln unbekannter Herkunft mit Absaugung schleifen und eine FFP2-Maske tragen.
Häufige Fragen
Muss ich vor Kreidefarbe überhaupt schleifen?
Oft heißt es nein, ein kurzer Anschliff mit P180 bis P240 verbessert die Haftung aber auf glänzendem Lack deutlich. Auf jeden Fall gründlich reinigen und entfetten.
Fachbegriffe in diesem Artikel
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