Metall · 1 Min. Lesezeit
Vor dem Kleben anschleifen: Metall und Kunststoff
Kleber hält auf rauer, sauberer Fläche: P80 bis P120 auf Metall, P180 bis P240 auf Kunststoff – und warum man vor und nach dem Schleifen entfettet.
Stand:

Warum anschleifen
Klebstoff hält am besten auf einer frischen, rauen Oberfläche. Oxidschicht, Walzhaut, Fett und Trennmittel stehen dazwischen und lassen die Klebung später abplatzen. Schleifen entfernt sie und vergrößert zugleich die Fläche, an der der Kleber greift.
Metall
Zuerst entfetten – sonst verteilt das Schleifmittel das Fett nur. Dann mit P80 bis P120 kreuzweise schleifen, bis die Fläche überall blank und gleichmäßig rau ist. Staub abblasen oder abwischen und noch einmal entfetten. Die Fläche danach nicht mehr mit den Fingern anfassen.
Aluminium bildet schnell wieder eine Oxidschicht: möglichst innerhalb einer Stunde kleben. Bei Stahl reichen einige Stunden, solange die Fläche trocken bleibt.
Kunststoff
Kunststoff mit P180 bis P240 oder Schleifvlies anrauen, ohne tiefe Riefen – der Kunststoff soll matt werden, nicht zerkratzt. Vorher und nachher mit einem für Kunststoff geeigneten Reiniger abwischen.
Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) lassen sich trotz Anschleifen kaum verkleben; dort braucht es einen Primer oder einen Spezialkleber. Die Kennzeichnung steht meist innen auf dem Teil.
Häufige Fragen
Reicht Schleifvlies statt Schleifpapier?
Auf Kunststoff und dünnem Blech oft ja – es raut gleichmäßig an, ohne tiefe Riefen. Für Rost, Walzhaut und Zunder auf Stahl ist Schleifpapier mit P80 bis P120 schneller und gründlicher.
Fachbegriffe in diesem Artikel
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