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KORNDEX – Startseite

Metall · 1 Min. Lesezeit

Messing und Kupfer schleifen und polieren

Weiche Buntmetalle: Patina mit Vlies, Kratzer mit P240 runter, dann nass bis P2000 und polieren – und warum man danach versiegelt.

Stand:

Kurzantwort: die Körnungsfolge

Schleifbogen von Hand auf einem Stahlblech

Erst reinigen, dann schleifen

Angelaufenes Messing und Kupfer tragen eine dünne Oxidschicht, darunter ist das Metall meist glatt. Leichte Patina geht mit Schleifvlies ab, ohne Riefen zu ziehen. Nur Kratzer, Dellen oder Lötstellen brauchen Schleifpapier: P240 für den Abtrag, danach P400.

Messing und Kupfer sind weich – das Korn gräbt sich schnell tief ein. Gröber als P240 lohnt sich selten, und schon nach P240 braucht es vier, fünf Stufen, bis die Riefen verschwunden sind.

Fein schleifen, nass

Ab P600 nass weiterarbeiten: P600, P1000, P1500, P2000. Wasser kühlt und verhindert, dass sich Metallabrieb im Korn festsetzt und neue Kratzer zieht. Rohre und Rundungen mit einem Streifen Schleifpapier umschlingen und hin- und herziehen wie ein Schuhputztuch – so entsteht ein gleichmäßiger Strich rundum.

Wer einen gebürsteten Look will, hört nach P400 oder mit feinem Vlies auf und schleift alles in eine Richtung.

Polieren und schützen

Nach P2000 bringt Metallpolitur den Hochglanz, von Hand oder mit Polierscheibe bei niedriger Drehzahl. Blankes Messing und Kupfer laufen in wenigen Wochen wieder an – Klarlack oder Wachs für Metall hält den Glanz. Vor dem Lack Politurreste mit Silikonentferner abwischen, sonst haftet er nicht.

Häufige Fragen

Kann ich verchromte oder vermessingte Teile schleifen?

Nur sehr vorsichtig: Die Schicht ist oft nur wenige Mikrometer dick, und P400 ist schnell durch. Beschichtete Teile nur polieren, nicht schleifen.

Fachbegriffe in diesem Artikel

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