Auto & Lack · 1 Min. Lesezeit
Nass oder trocken schleifen?
Trocken mit Absaugung bis P600, nass ab P800 auf Lack – und was das Wasser wirklich bringt.
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Trocken: schnell und sauber
Mit Absaugung ist Trockenschliff heute der Standard bis etwa P600: schneller, weniger Aufwand, kein Wasser im Blech. Netzscheiben und Multihole-Lochung sorgen dafür, dass sich nichts zusetzt.
Nass: fein und kühl
Was nie nass geschliffen wird
Polyesterspachtel ist porös und saugt Wasser auf. Nass geschliffen, bleibt es darin und kommt später als Blasen im Lack wieder heraus – Spachtel deshalb immer trocken schleifen, mit Absaugung. Füller darf nass geschliffen werden, muss danach aber vollständig trocknen, bevor lackiert wird.
Auch blankes Stahlblech mag kein Wasser: Es setzt in Minuten Flugrost an. Nass geschliffen wird der fertige Lack, nicht der Untergrund.
Nur mit der richtigen Maschine
Ein normaler Elektro-Exzenter ist nicht für Wasser gemacht. Nassschliff mit der Maschine nur mit Druckluftschleifern oder Geräten, die der Hersteller ausdrücklich dafür freigibt – sonst von Hand mit Schleifblock oder Schaumpad und Sprühflasche.
Häufige Fragen
Kann jedes Schleifpapier nass verwendet werden?
Nein. Nur wasserfestes Papier mit Kunstharzbindung und Latex- oder Folienträger – normales Papier weicht auf und das Korn löst sich.
Brauche ich zum Nassschleifen Seife im Wasser?
Ein Tropfen Spülmittel macht das Wasser gleitfähiger und verhindert, dass der Bogen festsaugt. Mehr nicht, sonst schäumt es.


