Kunststoff & Harz · 1 Min. Lesezeit
Scheinwerfer aufbereiten: welche Körnung?
Nass von P800 bis P2000, dann polieren – und danach versiegeln, sonst ist das Glas nach einem Sommer wieder trüb.
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Warum Scheinwerfer trüb werden
Scheinwerfergläser sind aus Kunststoff (Polycarbonat) mit einer dünnen UV-Schutzschicht. Wird die Schicht mit den Jahren spröde und gelb, streut das Glas das Licht. Schleifen trägt die kaputte Schicht ab – deshalb gehört am Ende eine neue Versiegelung drauf.
Die Folge: nass, fein, gleichmäßig
Rundherum abkleben, dann nass schleifen: mit P800 die vergilbte Schicht gleichmäßig abtragen, bis die Fläche überall matt und ohne gelbe Stellen ist. Dann P1000, P1500 und P2000 – bei jedem Wechsel die Riefen der vorigen Körnung vollständig entfernen. Viel Wasser, wenig Druck, Kunststoff wird sonst warm.
Nach P2000 ist das Glas gleichmäßig seidenmatt; die Politur bringt die Klarheit zurück. Wer noch P3000 zur Hand hat, verkürzt die Politur – nötig ist es nicht.
Versiegeln nicht vergessen
Ohne Schutzschicht vergilbt das blanke Polycarbonat schnell wieder. Einen UV-beständigen Klarlack oder eine Scheinwerfer-Versiegelung nach Herstellerangabe auftragen. Für Scheinwerfer im Straßenverkehr gilt: Das Glas muss danach klar sein, Streuung und Blendung sind nicht erlaubt.
Häufige Fragen
Kann ich Scheinwerfer mit dem Exzenter schleifen?
Mit einem Schaumpad und wenig Druck ja, aber nicht nass mit einer Elektromaschine. Von Hand mit Bogen und Sprühflasche ist bei den meisten Scheinwerfern genauso schnell und sicherer.
Fachbegriffe in diesem Artikel
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