Zum Inhalt
KORNDEX – Startseite

Von grob bis fein

Welche Körnung brauche ich?

Viele kennen P80 oder P400 – aber nicht, wann welche dran ist. Hier steht, was die Zahl bedeutet, welche Körnung zu welchem Arbeitsschritt und Material passt und welche als Nächstes kommt.

Körnungsfolge berechnen ↓

Der Film

Welche Körnung brauche ich?

Von P40 bis P3000 – die nächste Körnung ist höchstens doppelt so fein.

1 · Verstehen

Was die Zahl bedeutet

Was bedeutet die Körnung?

Die Zahl hinter dem P (FEPA-Norm) gibt an, wie viele Maschen ein Sieb je Zoll hat, durch das das Korn noch passt. Je höher die Zahl, desto feiner das Korn und desto feiner der Schliff.

Was ist grob, was ist fein?

Grob sind P24 bis P80 (starker Abtrag), mittel P100 bis P180 (formen, einebnen), fein P220 bis P400 (glätten, vorbereiten), sehr fein P500 bis P1000 (Lack anschleifen), ultrafein ab P1200 (Finish vor dem Polieren).

Die fünf Bereiche ↓

Welche Körnung kommt als Nächstes?

Nie mehr als eine Verdopplung: nach P80 kommt P120 oder P150, nach P240 kommt P320 oder P400. So entfernt jede Stufe die Riefen der vorigen.

Deine Folge berechnen ↓

1 · Verstehen

Die fünf Bereiche

Von starkem Abtrag bis zum Finish vor der Politur – jeder Bereich hat seine Aufgabe.

  • Grob

    P24–P80

    Starker Materialabtrag

    Alte Lacke, Rost und grobe Unebenheiten abtragen, Spachtel in Form bringen. Hinterlässt sichtbare Riefen – danach immer feiner werden.

  • Mittel

    P100–P180

    Formen und Einebnen

    Der Standard für Grob- und Zwischenschliff auf Holz, für Spachtelübergänge und zum Anschleifen von Metall. Beseitigt die Riefen der groben Körnung.

  • Fein

    P220–P400

    Glätten und Vorbereiten

    Zwischenschliff vor Öl, Wachs und Lack, Füller und Grundierung glätten, Lackvorbereitung. Die meistgebrauchte Gruppe in jeder Werkstatt.

  • Sehr fein

    P500–P1000

    Lack anschleifen

    Decklack und Klarlack mattieren, Kunststoff für die Lackierung vorbereiten, Zwischenschliff zwischen Lackschichten.

  • Ultrafein

    P1200–P5000

    Finish vor dem Polieren

    Staubeinschlüsse, Läufer und Lackfehler entfernen, meist nass. Danach polieren – die Kratzer sind so fein, dass die Politur sie herausholt.

Körnung im Vergleich: Schleifkorn und Schliffbild auf Metall von P60 (sehr grob, deutlich sichtbare Schleifspuren) über P80, P120, P240, P400, P800 und P1500 bis P3000 (ultrafein, spiegelglatte Oberfläche)
So sieht der Unterschied aus: Korn und Schliffbild von P60 bis P3000. Bild in voller Größe öffnen

2 · Planen

Deine Körnungsfolge

Wo stehst du, wo willst du hin? Die Folge dazwischen steht sofort da – jede Körnung führt zu Einsatz und passenden Produkten.

4 Körnungen von P80 bis P400 – 3 Wechsel:

  1. 1.P80Starker Materialabtrag
  2. 2.P150Zwischenschliff
  3. 3.P240Feinschliff Holz
  4. 4.P400Grundierung / Lack

Nie mehr als eine Verdopplung pro Schritt – so verschwinden die Riefen der vorigen Körnung. Ein Zwischenschritt mehr schadet nie.

Diese Folge kaufen

Je Produkt aus den Körnungen, die es führt – immer noch mit höchstens einer Verdopplung pro Schritt.

  • PRO CUT 150

    P80 → P120 → P240 → P400

    PRO CUT 150, je 1 × kleinste Packung (10 Stück) in P80, P120, P240, P400. Inkl. MwSt. zzgl. Versand.

  • PRO NET 150

    P80 → P120 → P240 → P400

    PRO NET 150, je 1 × kleinste Packung (10 Stück) in P80, P120, P240, P400. Inkl. MwSt. zzgl. Versand.

  • PRO CUT 125

    P80 → P120 → P240 → P400

    PRO CUT 125, je 1 × kleinste Packung (10 Stück) in P80, P120, P240, P400. Inkl. MwSt. zzgl. Versand.

2 · Planen

Welche Körnung für welches Material?

Die bewährte Folge je Material und Untergrund – mit den Körnungen für jeden Arbeitsschritt.

3 · Richtig schleifen

Typische Fehler – und wie du sie vermeidest

Die richtige Folge allein reicht nicht. An diesen Stellen geht beim Schleifen am häufigsten etwas schief.

  1. 01

    Körnungen überspringen

    Von P80 direkt auf P240 bleiben die tiefen Riefen stehen und zeigen sich spätestens im Lack. Höchstens verdoppeln – der Rechner nennt die Zwischenstufen.

    Zum Rechner ↑
  2. 02

    Zu früh wechseln

    Erst weiter, wenn die Riefen der vorigen Körnung überall weg sind. Ein Kontrollpuder oder Bleistiftstriche zeigen, wo noch nicht geschliffen wurde.

  3. 03

    Mit Druck arbeiten

    Druck macht tiefere Kratzer und heiße Stellen. Das Korn und die Maschine arbeiten lassen – wenn es nicht mehr abträgt, ist die Scheibe verbraucht.

    Schleifkringel vermeiden →
  4. 04

    Stumpfes Papier weiterfahren

    Zugesetztes oder abgenutztes Schleifmittel poliert statt zu schleifen und hinterlässt unregelmäßige Kratzer. Rechtzeitig wechseln spart am Ende Zeit.

    Wann ist die Scheibe verbraucht? →
  5. 05

    Lack fein trocken schleifen

    Ab etwa P800 wird Lack meist nass geschliffen: Das Wasser spült den Schleifstaub weg, das Korn setzt sich nicht zu und das Schliffbild wird gleichmäßiger.

    Nass oder trocken? →
  6. 06

    Staub nicht entfernen

    Grobes Korn, das auf der Fläche liegen bleibt, kratzt beim nächsten Durchgang. Zwischen den Stufen absaugen oder abwischen.

    Absaugung und Maske →

4 · Nachschlagen

Jede Körnung im Detail

Einsatz und nächster Schritt für die gängige Reihe P40 bis P3000, nach Bereich sortiert. Noch gröbere (ab P24) und feinere Körnungen (bis P5000) gibt es für Sonderfälle. Klick auf die Körnung für Nachbarkörnungen und Produkte – und US-Grit auf der Packung übersetzt der Umrechner.

GrobP24–P80

  • Abtragen. Alte Farbe und Rost entfernen, Holz stark abtragen.

    Danach: P80

  • Grob formen. Schweißnähte, grobe Unebenheiten, Spachtel roh in Form bringen.

    Danach: P120

  • Starker Materialabtrag. Altbeschichtungen entfernen, Spachtel egalisieren, Grobschliff Holz.

    Danach: P150

MittelP100–P180

  • Grobschliff. Sägespuren am Holz beseitigen, Übergang von P80.

    Danach: P180

  • Einebnen. Flächen einebnen, Spachtel in Form bringen, Metall anschleifen.

    Danach: P240

  • Zwischenschliff. Holz vor dem Feinschliff, Übergänge an Spachtelstellen.

    Danach: P240

  • Übergänge / Spachtel. Spachtelstellen egalisieren, Übergänge zum Altlack schaffen.

    Danach: P320

FeinP220–P400

  • Vor Öl und Lack. Holz vor Öl und Lack, Grundierung grob glätten.

    Danach: P400

  • P240

    ≈ 220–240 Grit (US)

    Feinschliff Holz. Vorbereitung für Grundierung, Feinschliff Holz, Metall glätten.

    Danach: P400

  • P320

    ≈ 280 Grit (US)

    Feinschliff. Feine Oberflächen, Füller schleifen, letzte Korrekturen.

    Danach: P600

  • P400

    ≈ 320 Grit (US)

    Grundierung / Lack. Füller und Grundierung glätten, Vorbereitung für Decklack.

    Danach: P800

Sehr feinP500–P1000

  • P500

    ≈ 360 Grit (US)

    Füller fein. Füller fein, Kunststoff vor der Lackierung.

    Danach: P1000

  • P600

    ≈ 400 Grit (US)

    Lackvorbereitung. Lack anschleifen, für ein perfektes Finish vor dem Decklack.

    Danach: P1200

  • P800

    ≈ 500 Grit (US)

    Lack anschleifen. Decklack mattieren, Zwischenschliff Klarlack.

    Danach: P1500

  • P1000

    ≈ 500–600 Grit (US)

    Fein mattieren. Klarlack vor dem Neuaufbau, Kunststoff Feinschliff.

    Danach: P2000

UltrafeinP1200–P5000

  • P1200

    ≈ 600 Grit (US)

    Nassschliff. Einstieg in den Finish-Schliff, meist nass.

    Danach: P2000

  • P1500

    ≈ 800 Grit (US)

    Lackfehler. Staubeinschlüsse und Läufer im Klarlack entfernen.

    Danach: P3000

  • P2000

    ≈ 1000 Grit (US)

    Vor dem Polieren. Vor dem Polieren, nass, mit wenig Druck.

    Danach: P3000

  • P2500

    ≈ 1000–1200 Grit (US)

    Feinstfinish. Feinste Kratzer glätten, Polieraufwand verkürzen.

    Danach: P3000

  • Politurvorbereitung. Direkt vor der Politur – hologrammfrei.

    Danach: polieren

Noch Fragen?

Häufige Fragen zur Körnung

Nass oder trocken schleifen?

Bis etwa P600 wird meist trocken mit Absaugung geschliffen. Ab P800 wird Lack meist nass geschliffen: Das Wasser bindet den Staub, das Korn setzt sich nicht zu und das Schliffbild wird gleichmäßiger. Holz wird immer trocken geschliffen.

Nass oder trocken schleifen →

Was ist der Unterschied zwischen P-Körnung und Grit?

P-Körnungen folgen der europäischen FEPA-Norm, Grit der US-Norm (CAMI/ANSI). Bis 220 sind beide Zahlen praktisch gleich, darüber ist die P-Zahl höher: 600 Grit entspricht etwa P1200.

Grit umrechnen →

Welche Körnung vor dem Lackieren?

Holz vor dem ersten Anstrich mit P180 bis P240, zwischen den Lackschichten mit P240 bis P320. Am Auto den Füller mit P320 bis P400 schleifen, vor hellem Decklack oder Metallic bis P500 bis P600; intakten Altlack mit P400 bis P600 trocken oder P800 nass mattieren.

Welche Körnung vor dem Lackieren →

Welche Körnung vor dem Polieren?

Zuletzt P2000 bis P3000, nass und mit wenig Druck. Je feiner der letzte Schliff, desto schneller holt die Politur die Kratzer heraus.

Woran merke ich, dass die Scheibe verbraucht ist?

Sie trägt kaum noch ab, wird heiß oder hinterlässt glänzende, ungleichmäßige Stellen. Dann wechseln – mit stumpfem Korn wird nur poliert, nicht geschliffen.

Wann ist die Schleifscheibe verbraucht? →

Und welche für dein Projekt?

Der Finder fragt nach Material, Maschine und Ziel – und nennt dir Körnung und Produkt.

Schleifmittel-Finder starten →